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In America
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Der Film

In America

Kinostart USA:September 2002
Kinostart BRD:Dezember 2003
Hauptdarsteller: Paddy Considine
Samantha Morton
Sarah Bolger
Emma Bolger
Djimon Hounsou
Regie:Jim Sheridan
Produktion:Jim Sheridan
Musik:Gavin Friday
Maurice Seezer
Länge:101 Minuten
Sprachen:Englisch
Deutsch
Spanisch
Altersfreigabe:FSK 12

Bewegender Film

In America ist ein bewegender kleiner Film, der die Geschichte von Hoffnung, Liebe, Verlust, Schmerz und Vertrauen erzählt. Eine irische Familie folgt dem amerikanischen Traum und möchte in New York einen Neuanfang machen. Doch der Tod seines Sohnes hindert insbesondere Johnny daran, sich auf die neue Zukunft einzulassen. Stark sind in diesem Film vor allem die Frauen: Sarah unterstützt ihren Mann mit dem typischen Selbstbewußtsein und Mut einer irischen Frau und die beiden kleinen Mädchen knüpfen Kontakt zum zurückgezogenen lebenden Maler Mateo. Ohne in Kitch oder Klischees zu verfallen wird die Geschichte erzählt, dass in den USA eben immer noch alles möglich ist. Aber der Weg nach vorn ist anstrengend und voller kleiner Widrigkeiten. Plausibel und einfühlsam wird die Entwicklung der Charaktäre auf diesem Weg beschrieben. Produzent Jim Sheridan bringt viele autobiografische Elemente in den Film ein, was ihm eine besondere Glaubwürdigkeit verleiht.

Handlung

Weil sie im Irland der 1980er Jahre keine Chance mehr für sich sehen und auch um räumlich Abstand vom Tod ihres Sohnes zu nehmen beschließen Johnny und Sarah mit ihren beiden Töchtern Ariel und Christy in die USA auszuwanden. Nach der illegalen Einreise über Kanada kommt die Famile zunächst in einem heruntergekommen Haus („Junkie House“) im Viertel „Hell’s Kitchen“ unter. Die Wohnung renovieren sie notdürftig und machen es sich in den bescheidenen Verhältnissen gemütlich.

Johnny sucht vergebens nach Arbeit als Schauspieler, aber die ständige Erinnerung an den Tod seines Sohnes hemmt sein Ausdrucksvermögen (er kann „nichts mehr fühlen“). Seine Frau Sarah arbeitet in einer Eisdiele, dennoch ist das Geld immer knapp bei der Familie.

Als die beiden Mädchen als einzige mit selbstgebastelten Kostümen zur Halloween-Feier ihrer Schule gehen, realisieren sie, dass sie im Vergleich zu ihren Mitschülern arm sind. Sie wünschen sich sehnlich, einfach ein normales Leben zu führen. Und Johnny und Sarah versuchen alles, um ihren Kindern ein glückliches Leben zu bereiten.

Während die Mädchen Christy und Ariel am Halloween-Abend von Tür zu Tür ziehen, knüpfen sie den ersten Kontakt mit dem ansonsten sehr zurückgezogenen lebenden Künstler Mateo. Zwischen ihm und der Familie entsteht eine zarte und differenzierte Freundschaft. Insbesondere Johnny lernt durch den HIV-positiven Mateo, der bald sterben muss, wieder Lebensmut zu fassen.

Als Sarah schwanger wird gibt es Komplikationen. Das Baby wird deutlich früher kommen und Sarah muss für Wochen ins Krankenhaus. Johnny arbeitet nun als Taxifahrer und sucht verzweifelt einen Schauspiel-Job.

Als das Baby geboren wird, kann ihm nur noch eine Bluttransfusion helfen. Die zehnjährige Christy erklärt sich bereit. Während so das Baby geretet wird, stirbt Mateo. Als die Kinder von Mateo Abschied nehmen, bittet Christy ihren Vater, endlich auch zum toten Sohn Frankie Lebewohl zu sagen.